TV as a Service

für Netzbetreiber

Kategorie-Archiv: TVaaS2.0

24i und Amino mit neuem Eigentümer

Unser Anbieter der Video-Plattform 24i wurde am 6. März 2026 von der Sapphire Technology Group Limited (SGTL) übernommen. Mit der neuen privaten Eigentümerstruktur ist das Unternehmen künftig finanziell stabil aufgestellt.

Die Sapphire Technology Group Limited gehört dem britischen Technologieunternehmer Keith Todd CBE und ist eine private Beteiligungsgesellschaft von ihm. Sie darf nicht mit Sapphire Technology, einem Grafikkartenhersteller aus Hongkong, verwechselt werden, mit dem Todds SGTL nichts zu tun hat. Von 2007 bis 2019 war Keith Todd Verwaltungsratspräsident von Amino Communications, einem wichtigen Technologieunternehmen im Umfeld von 24i. Dadurch bringt er viel Branchenerfahrung mit und dürfte für zusätzliche Stabilität und Kontinuität sorgen.

Gemäss der Medienmitteilung von 24i wird sich für Kunden und Partner operativ nichts ändern. Für TV Factory ist vor allem wichtig, dass 24i wieder in stabilere finanzielle Gewässer kommt und die schon lange angekündigte Migration von der bisherigen Nordija-Plattform auf die zukunftsorientierte 24i Video-Plattform endlich erfolgreich abschliesst. Die Umstellung ist im Laufe des Jahres 2026 geplant.

Auch freuen wir uns auf die Einführung neuer, Netflix-fähiger Set-Top-Boxen im Verlauf des Jahres 2026, die neben klassischem Fernsehen über einen integrierten Streaming-Hub auch den direkten Zugriff auf Netflix, Disney+, Prime Video und YouTube ermöglichen sollen.

Somit stehen die Aussichten gut, dass wir im Jahr 2026 gemeinsam mit 24i erfolgreich in die Zukunft durchstarten können.


SRG Halbierungsinitiaitive abgewendet

Die SRG-Gebühren-Senkungsinitiative «200 Fr. sind genug!» wurde von der breiten Stimmbevölkerung abgelehnt. Darüber sind wir erleichtert, denn grundsätzlich macht die SRG einen guten Job.

Trotzdem zeigt sich immer wieder, dass auch bei der SRG Sparpotenzial vorhanden wäre. Bei der Verbreitung der TV-Signale wurde Anbietern ohne HbbTV-Unterstützung über Jahre lediglich ein 720p-Signal zugemutet, während das bessere 1080p-Signal nur an Anbieter mit HbbTV ausgeliefert wurde. Leidtragende waren letztlich die Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler, denn besonders auf grossen Fernsehern über 50 Zoll ist der Qualitätsunterschied zwischen 720p und 1080p deutlich sichtbar. An der Bildqualität zu sparen ist der falsche Ansatz – interne Prozesse zu vereinfachen hingegen, spart Kosten.

Im September 2025 teilte die SRG – wie von uns bereits hier kommentiert – mit, dass künftig auch Weiterverbreiter ohne HbbTV-Unterstützung das PREMIUM-Angebot beziehen können, allerdings nur gegen eine Kostenbeteiligung am Weiterverbreiter-Playout. Der Beitrag richtet sich nach dem jeweiligen Marktanteil und beträgt für Anbieter mit weniger als 56’000 Kunden mindestens CHF 3’000 pro Jahr. Für kleinere Weiterverbreiter wie TV Factory stellt dieser Betrag eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung dar.

Dabei sollte im Zentrum einzig und allein die Bildqualität für die Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler stehen. Statt sich kleinkariert an 720p oder 1080p festzuhalten, wäre es längst an der Zeit, 4K-Übertragungen voranzutreiben. Viele Weiterverbreiter unterstützen bereits Android TV und ermöglichen damit auch den Zugang zu Play Suisse – ganz im Sinne der SRG.

Umso unverständlicher ist es, dass die SRG an starren Vorgaben festhält und zusätzliche Gebühren verlangt, anstatt das PREMIUM-Angebot zu vereinfachen und die technologische Entwicklung konstruktiv voranzubringen. Das würde nicht nur die Bildqualität verbessern, sondern auch Aufwand und Kosten für alle Beteiligten reduzieren.

Andere Anbieter aus Deutschland stellen ihre TV-Signale in der Schweiz nämlich für eine Pauschale von rund CHF 500 pro Jahr zur Verfügung. Warum sollte TV Factory als kleines KMU, das zusätzlich bereits CHF 645 SRG-Gebühren bezahlt, nochmals CHF 3’000 pro Jahr entrichten müssen!

 

 

 

 


SRG-Strafgebühr für Weiterverbreiter ohne HbbTV

Anfang September hat die SRG die Weiterverbreiter informiert: Wer den HbbTV-Standard nicht unterstützt, soll künftig für den Bezug des PREMIUM-Angebots in die Tasche greifen. Offiziell nennt die SRG das eine „Beteiligung an den Playout-Kosten“. In Wahrheit ist es eine Strafgebühr. Der Beitrag orientiert sich am Marktanteil der Anbieter, liegt aber mindestens bei 3’000 Franken pro Jahr.

Damit setzt die SRG vor allem kleinere Anbieter unter Druck und schafft eine Zwei-Klassen-Landschaft. Wer die Implementierung von HbbTV nicht stemmen kann, wird über Umwege finanziell abgestraft. Schon bisher galt ein zweifelhaftes System: Nur Anbieter mit HbbTV durften das PREMIUM-Angebot in 1080p ausstrahlen – gegen eine symbolische Jahresgebühr von 100 Franken (exkl. MwSt). Wer ohne HbbTV unterwegs war, musste sich mit 720p begnügen – einer sichtbar schlechteren Bildqualität.

Die SRG rechtfertigt den HbbTV-Zwang mit Verweis auf barrierefreie Angebote für Gehörlose. Doch die Anforderungen des BAKOM lassen sich auch ohne HbbTV erfüllen. Der eigentliche Grund liegt woanders: Über HbbTV lenkt die SRG die Zuschauerinnen und Zuschauer direkt auf ihre eigene Plattform +Play Suisse – ein geschicktes Instrument, um Reichweite und Einfluss im Streaming-Markt zu sichern.

Im Zentrum sollte jedoch einzig und allein die Bildqualität für die Gebührenzahlerinnen und -zahler stehen. Statt sich kleinkariert wie Kindergärtner an 720p oder 1080p aufzuhalten, ist längst die Zeit reif für 4K-Übertragungen. Zumal viele Weiterverbreiter bereits AndroidTV unterstützen – und damit auch die Nutzung von +Play Suisse, ganz im Sinne der SRG. Umso unverständlicher ist es, dass die SRG auf starren Vorgaben beharrt und mit Strafgebühren droht, anstatt das PREMIUM-Angebot zu vereinfachen und die technologische Entwicklung konstruktiv voranzutreiben. Das würde nicht nur Qualität bringen, sondern auch Aufwand und Kosten reduzieren. Doch genau da zeigt sich das eigentliche Problem: Bei der SRG scheint Sparsamkeit ein Fremdwort zu sein.

 

 


Newsletter: Major upgrade, Transition Swisscom Services & NextGEN-Plattform

Major Upgrade FokusOn 3.29.2 -> 3.45.x

Nächste Woche werden die User Acceptance Tests (UAT) der neuen FokusOn Version 3.45.X starten. Geplant ist, dass wir anfangs Oktober 2025 den Upgrade auf der Produktion durchführen – bzw. 7. Oktober 2025.

Transition Period Swisscom Services

Bis Ende Jahr werden zwischen Swisscom und 24i weitere Anpassungen gemacht.

  • RTSP wird sukzessive auf OTT= (DASH/HLS) migriert
  • Multicast, Direct Peering
  • Handover AWF Proxy, Report Generator und Infrastructure

NextGEN-Plattform

Sobald die TVAAS-Plattform auf FokusOn 3.45x aktualisiert ist und die Übergangsphase Swisscom zu 24i abgeschlossen ist, werden wir mit der Migration auf die NEXTGEN Plattform starten.

 



Erweiterung der Senderliste um weitere 19 TV Sender

Die Senderliste wird um die folgenden 19 TV Sender erweitert:
ORF Sport + HD, Swiss Sport TV HD, More Than Sports TV HD, BärnSPORT HD, 5Star, 5USA, CBS Reality, Clubland TV, Alsace 20 HD, lfm TV HD, One TV CH HD, Teleswizz HD, Grand Geneve TV HD, Telecity 7 Gold HD, Radio Ticino HD, HRT 1 HD, TV Romania Int, Duna TV, M2.


Kopfstation auf ColoZürich

Am Samstagmorgen hat SRF einen interessanten Beitrag ausgestrahlt. Dabei schwenkte die Kamera und da waren auf einmal Satellitenschüsseln sichtbar. Die kleine Kopfstation befindet sich auf dem ColoZürich und wird von einem TV-Streaming-Anbieter betrieben, an der die Tamedia beteiligt ist. Mein Aufmerksamkeit gilt der Verankerung der Satellitenschüsseln. Das sind einfache Gartenplatten und diese Art von Verankerung von Satellitenschüsseln sieht man auf einem Balkon oder Campingplatz. Auf einer professionellen Kopfstationen werden die Satellitenschüsseln mit einer Stahlkonstruktion oder im Boden festgeschraubt. Auf einem Flachdach mit einer maximal Belastung von 250-300 kg pro Quadratmetern kann man nichts festschrauben, da ansonsten die isolierende Plastikfolie durchlöchert werden muss. Daher wird auf einem Flachdach mit Bodenplatten gearbeitet. Es stellt sich aber die Frage, ob diese Kopfstation einem 10-Jahres- oder 20-Jahressturm Paroli bieten wird. Wohl kaum!


SRG/SSR im Zeitalter von UHD mit Pferdefuss HBBTV

CHMEDIA hat letzte Woche UHD lanciert und wir verbreiten heute immer noch SRF1 HD, SRF zwei HD und SRF Info HD im grossen Stil mit der Qualität von 720p, weil die SRG das bessere 1080p Signal mit dem Pferdefuss HBBTV behaftet hat. Wir erwarten, dass die SRG das FullHD Signal mit 1080p ohne irgendwelche Anforderungen anbietet und nicht wegen eigener Interessen zurückbehält. Es ist immerhin das TV aller Schweizer und die möchten das TV in der bestmöglichen Qualität mit oder ohne HBBTV. Daher möchten wir die SRG bitten, die Forderung von unten zu überdenken. 

Gemäss den Allgemeinen Vertragsbedingungen für Weiterverbreiter Playout (WVP) Ziffer 2.5
2.5 Der Verwendungszweck der bezogenen Transportströme ist auf die vollständige, zeitgleiche und unveränderte Verbreitung bis zum Endgerät des Konsumenten gemäss dem in Ziff. 1.2 genannten rechtlichen Rahmen beschränkt. Ausnahmen benötigen einer schriftlichen Zustimmung der SRG. Die vollständige Verbreitung bis zum Endgerät bedeutet, dass neben den TV- und Radioprogrammen auch die gekoppelten Dienste (insbesondere Teletext und HbbTV) vom Endkunden genutzt werden können. Demzufolge müssen auch proprietäre Empfangsgeräte (z.B. Set-Top-Box) die gekoppelten Dienste unterstützen. Die unveränderte Verbreitung bis zum Endgerät bedeutet, dass die in den Transportströmen enthaltenen Datenströme und Signale nicht verändert werden dürfen.

Wenn SRG/SSR die Integration von HBBTV bezahlt, können auch wir HBBTV für SRG entwickeln und integrieren. Es ist denke ich Zeit, ihre Strategie zu überdenken. Natürlich könnte SRG/SSR  auch das TV für PUTIN machen.


Launching AndroidTV APP

Die White-Label AndroidTV APP wurde ab sofort freigeschalten und ist über den Google Play Store auf SmartTVs wie Phillips oder Sony abrufbar. Auch die Nokia Streaming Box 8000, Google Chromecast mit TV-Fernbedienung oder ein FireTVstick von Amazon werden unterstützt. Über den Google Play Store lässt sich die White-Label Anwendung homeTV einfach finden und installieren. Dazu muss der Endkunde sich vorab mit seinem Google-Accout anmelden.

Die grosse Herausforderung bei AndroidTV APP ist, die Navigation. Google hat nämlich keine HOME-Taste innerhalb der AndroidTV App vorgesehen. Wird die HOME-Taste gedrückt, springen Sie ins Home von AndroidTV. Weiter fehlt die GUIDE-Taste für den EPG-Programmführer.

Möchten Sie die HOME-Taste oder die GUIDE-Taste trotzdem ansteuern, müssen Sie zuerst die Senderinformationen mit der OK-Taste aufrufen.

Durch erneutes drücken der OK-Taste in den Senderinformationen wechseln Sie in die Ansicht mit den Detailinformationen. Hier finden Sie links-oben die Optionen Discover (=Home-Taste) oder den Guide (= EPG-Programmführer). Aus dem Live-TV erreichen Sie den What’s On Screen (=Home/Menu) über insgesamt 8-Tasten drücken, die Guide-Taste erreichen sie mit nur 7-Tasten drücken. Die User-Experience leidet darunter.

Fazit: Die AndroidTV APP ist für IT-affine Generationen gut einsetzbar. Die AndroidTV Operator-Tier Lösung hat im Vergleich dazu Punkto User-Experience klar die Nase vorn und unterstützt sowohl IPTV als auch OTT Streaming-Formate. Mit der AndroidTV APP werden nur OTT-Streams unterstützt. Dafür haben Sie direkten Zugang ins Netflix.


Relevanz von Kriterien bei der Wahl des Anbieters

Diese Woche ist mir eine Marktstudie von SUISSEDIGITAL in die Hände gefallen. Die Marktstudie basiert auf 2’097 Interviews in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz und wurde bezogen auf das Angebot der Internetsicherheit ausgewertet.

Der Preis des Angebots ist sehr wichtig und wurde von (82%) der Befragten als relevant eingestuft. Soweit ist das keine Überraschung. Interessant ist aber, dass die Bild- und Tonqualität ebenfalls mit sehr wichtig eingestuft wurde (79%). Als TV-Profi ist mir bewusst, dass die Kunden eine gute Bildqualität von einer schlechten unterscheiden können. Hingegen erstaunt, dass die Replay-Funktion nur mit (52%) bewertet wurde. Die Vielfalt der TV-Programme und die Aufnahmefunktion wurden ebenfalls nur mit (41%) eingestuft.

Dass die Aufnahmefunktion eine völlig überbewertete Funktion ist, erstaunt niemand. Auch überrascht die Tatsache, dass viele der Befragten die Vielfalt von TV-Programmen nur mit (41%) bewerteten. Auch die Pause-Funktion und die Anzahl an TV-Programmen wurden nur mit (28%) als unwichtig eingestuft. Das Angebot an Live-Sport wurde nur mit (14%) und das Angebot an Video on Demand mit (13%) bewertet. Bei Live-Sport ist in der Regel mit einer Take-Rate von (8%) bis (12%) zu rechnen. Daher stimmt die etwas optimistische Einstufung von 14% sehr gut mit den Erfahrungswerten.  Die Sprachsteuerung für die TV Box wurde mit 4% als absolut unwichtig eingestuft. Die Nutzung von Sprachsteuerung ist für viele „noch“ etwas gewöhnungsbedürftig. Es bleibt abzuwarten, wie das in 10-20 Jahren aussehen wird.

Quelle: Online Interviews LINK Internet-Panel im Auftrag von Suissedigital, April/Mai 2020,


© 2015 tv factory ag
website by 100pro.ch