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Kategorie-Archiv: AWF/BV

Weitere Medienhäuser treten der Branchenvereinbarung bei

Die Medienhäuser M6 und TF1 sowie der Schweizer TV-Anbieter Swiss1 werden voraussichtlich per Go-Live Termin den 7. Oktober gemäss der Branchenvereinbarung Alternative Werbung einführen.

  • M6 wird mit den Programmen M6, W9 und 6ter per Go-live vom 7. Oktober teilnehmen.
  • Swiss1 ist der Branchenvereinbarung bereits vor längerer Zeit beigetreten. Die notwendigen Tests mit den Markern wurden erfolgreich durchgeführt und bestätigen die technische Einsatzbereitschaft.
  • TF1 wird der Branchenvereinbarung voraussichtlich ebenfalls mit TF1, TFX und TMC beitreten. Zum Go-live wird zunächst ein Programm eingebunden; die weiteren Programme sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Mit diesen weiteren Beitritten wird die Umsetzung der Branchenvereinbarung fortgeführt und die technische Kennzeichnung von Replay-Werbung auf zusätzliche Programme ausgedehnt.


WEKO eröffnet Vorabklärung zu Werbung im Replay-TV

Die Wettbewerbskommission WEKO hat am 7. April 2026 eine Vorabklärung gemäss Kartellgesetz zum Thema „Werbung im Replay-TV“ eröffnet. Betroffen ist insbesondere die Branchenvereinbarung zu alternativen Werbeformen (AWF) im Replay-TV.

Im Fokus der Abklärungen steht die Frage, ob die zwischen TV-Sendern und Netzbetreibern vereinbarten Regelungen möglicherweise gegen das Schweizer Kartellgesetz verstossen könnten. An der Vorabklärung beteiligt sind zahlreiche Programmveranstalter und TV-Plattformen in der Schweiz – darunter auch Swisscom, Sunrise, Quickline sowie weitere Netzbetreiber und Verbreiter wie auch TV Factory.

Die WEKO betont, dass es sich derzeit ausdrücklich noch nicht um eine formelle Untersuchung handelt. In dieser Phase wird lediglich geprüft, ob genügend Hinweise für eine vertiefte kartellrechtliche Untersuchung vorliegen. Die betroffenen Unternehmen wurden aufgefordert, bis zum 11. Juni 2026 verschiedene Auskünfte zur Konzernstruktur und ihren Tätigkeiten im Schweizer TV-Markt einzureichen.

Bemerkenswert ist zudem die Geschwindigkeit, mit der die ansonsten nicht gerade für ihre Dynamik bekannte WEKO in dieser Thematik aktiv geworden ist. Bereits wenige Tage nach Inkrafttreten der neuen Regelungen (BV/Rev2) zu alternativen Werbeformen im Replay-TV wurde eine Vorabklärung eröffnet. Dies unterstreicht die politische und wirtschaftliche Brisanz des Themas im Schweizer TV-Markt – insbesondere seitdem sich nun auch die SRG an den alternativen Werbeformen beteiligt.


SRG-Sender neu Teil der GT12-Replay-Werbung

Die SRG-Sender sind neu Teil der GT12-/Replay-Werbebranchenlösung. Dadurch wird bei zeitversetztem Fernsehen (Replay, Startover, Live-Pause und teilweise Aufnahmen innerhalb des Replay-Fensters) künftig auch auf den SRG-Sendern alternative Werbung ausgespielt. Betroffen sind unter anderem SRF 1 HD, SRF zwei HD, SRF Info HD, RTS 1/2 HD sowie RSI LA 1/2 HD.

Für Endkunden bedeutet dies insbesondere:

  • Beim Start einer Replay-/Startover-Sendung können nicht überspringbare Start-Ads erscheinen
  • Beim Vorspulen können Fast-Forward-Ads eingeblendet werden
  • Beim Pausieren können Pause-Ads angezeigt werden
  • Die Start-Werbung wurde im Rahmen der Branchenvereinbarung von ursprünglich 7 Sekunden auf bis zu 30 Sekunden erweitert.

Hintergrund ist die Weiterentwicklung des Gemeinsamen Tarifs 12 (GT12), mit dem die Schweizer TV-Branche den Rückgang klassischer Werbeeinnahmen im Replay-TV kompensieren möchte. Die SRG beteiligt sich seit 2025/2026 ebenfalls an diesem Modell.


GoLive AWF/BV Revision 2

Die Branchenvereinbarung (BV) Revision 2 / AWF (Alternative Werbeformen) bringt ab dem 1. April 2026 im Kern eine Ausweitung und Standardisierung von Werbeformen im Replay-TV. Ziel ist es, die klassische TV-Werbung auch bei zeitversetzter Nutzung konsequent zu monetarisieren. Eine zentrale Änderung ist die Verlängerung der sogenannten StartAd von bisher 7 auf neu 30 Sekunden – diese kann nicht übersprungen werden und trägt wesentlich zur stärkeren Monetarisierung bei.

BV Revision 2 bedeutet in einfachen Worten:

  • Mehr Werbung im Replay
  • Eingeschränkte Vorspulmöglichkeiten
  • Längere verpflichtende Werbezeit (StartAd 30 Sekunden)
  • PLZ wird obligatorisch (gezieltere regionale Werbung)

Diese Anpassung wurde massgeblich durch die SRG vorangetrieben, die ab dem 21. April 2026 ihre TV-Sender ebenfalls in die Umsetzung der alternativen Werbeformen integriert.

Für den Endverbraucher bedeutet dies insgesamt einen klaren Rückschritt.


SRG macht bei AWF/BV mit

Abzusehen war, dass nach dem Launch der Alternativen Werbe Formate gemäss Branchenvereinbarung im Oktober 2022, auch die SRG früher oder später mitmachen würde. Die SRG hat eine neue Revision2 der Branchenverbarung verhandelt und wird ab November 2025 mitmachen.

Revision2:

  • Pre-Roll neu 30 Sekunden anstatt 7 Sekunden.
  • Mid-Roll max. 2 Ads innerhalb eines Werbeblocks während max. 75 Sekunden
  • Pause-Ad nach 60 Sekunden wegdrücken.

Alle anderen technischen Anpassungen der Revision 2, wie DeviceID neu 1 Jahr gültig und andere müssen per April 2026 umgesetzt werden.

Siehe auch Medienmitteilung: 2025_08_14_Replay_Ads


Beitrag zur Branchenvereinbarung-3

Weitere TV Sender mit AWF kommen im März 2023!

In einer zweiten Welle werten weitereTV Sender mit Alternativer Werbung  kommen. So hat RTL hat die Qualität der beiden TV Sender SuperRTL und N-TV angehoben und CH Media ist mit den restlichen TV Sendern soweit, dass auch die mit AWF ausgespielt werden – voraussichtlich ab März 2023.

Es ist davon auszugehen, dass die SRG ab Q3 2023 (nur mit DE-Sendern) starten wird – wenn überhaupt.

Die derzeitige Auslastung von AWF liegt bei etwa 3.8% und weit unter den Erwartungen. Anzunehmen ist, dass sich dies nicht so schnell ändert und frühestens ab Mitte 2023 los geht.


Beitrag zur Branchenvereinbarung-2

Go-Live Termin der Branchenvereinbarung auf 3.Oktober 2022 verschoben

Die OPERATOREN und BROADCASTER konnten sich diese Woche einigen, dass die Rollout-Phase um 3 Wochen verkürzt wird. Der neue Go-Live Termin wird somit vom 19. September 2022 auf den 3. Oktober 2022 geschoben. Damit verkürzt sich die Rollout-Phase von ursprünglich 10 Wochen auf 7 Wochen, was vor allem die grossen Internet Service Provider betreffen wird. Ab dem 20. November 2022 startet die FIFA Weltmeisterschaft in Katar und der Freeze.

Die BROADCASTER haben somit bis zum 12. September 2022 Zeit, die Qualitätssicherung & Überwachung der EPG/Marker aufzubauen. Auch werden die Sender n-tv und SuperRTL temporär aus der BV genommen, weil die Qualität der Marker zu stark von der Norm abweicht. Die OPERATOREN können diese Zeit für BUG-FIXING und TESTING nutzen. Wir sind soweit ready!

Am 12. September 2022 wird das Steering-Commitee erneut sich zu einem GO/NOGO Entscheid finden. Ich bin sehr skeptisch, dass die BROADCASTER es schaffen werden, die EPG/Marker Probleme in 3 Wochen in den Griff zu bekommen. Deshalb empfehlen wir, dass die OPERATOREN noch keine Kommunikation an die Endkunden starten, bis der NOGO/GO-Live Entscheid am 12. September 2022 gefällt ist.

Am 20. Februar endet Die Grace-Period für Legacy Geräte.


Beitrag zur Branchenvereinbarung-1

Wird die Branchenvereinbarung am 19.September 2022 lanciert?

Obwohl das Steering-Comitte der BROADCASTER und OPERATOREN heute um 15:00 darüber befinden werden, ist heute um 17:15 noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Davon auszugehen ist, dass wir über diesen Entscheid spätestens bis morgen Dienstag 16. August 2022 09:00 informiert werden.

Die BETA-Test Phase war über die fünf letzten Wochen angesetzt und richtig testen konnte man eine Woche. Sehr zu schaffen haben die TIMEOUTs gemacht. Gemäss BV sollten die Antwortzeiten vom RAP-Server maximal 100 msec betragen. Wegen ungenügender RAP-Performance musste dieser Wert in der Zwischenzeit auf 150 msec angehoben werden. Zudem sollen direkte Peerings zu Amazon gerade zu Primetime die TIMEOUTS weiter reduzieren. Erfreuend ist, dass der TVaaS2.0 in den ALPHA-TESTS die besten Antwortzeiten aufwies und dies noch vor der grossen Schwester.

Auch wurde am letzten Freitag 12. August 2022 auf der ALPHA Plattform das Zeichen zwischen den Tracking-Events auf Underscore umgestellt. Es wird erwartet, dass alle Anbieter auf Underscore umschwenken, da einige Anbieter Probleme auf AppleTV mit dem Google IMA Framwork haben. Auch unser Lieferant hatte mit dem PIPE zwischen dem Tracking-Events auf AppleTV und AndroidTV APP Probleme. Da unsere Lösung das Handling der Tracking Eventsim Backend realisiert und nicht auf dem Client, konnte dieses Probleme längst behoben werden.

Letzte Woche hat der Klassenbeste eine Auslieferungsrate von 98% gemessen und dies bei über 1000 Teilnehmern. Das ist sicherlich schon eine Referenz. Es stellt sich aber die Frage, wo die Auslieferungen zwischen einem SLA von 99.8% und 98% hängen bleiben. Erste Untersuchungen von Seiten der OPERATOREN haben gezeigt, dass die Marker im TV-Signal NICHT immer vollständig sind und dies zu Auslieferungsproblemen führt. Dieses Problem muss von den BROADCASTERN seriös analysiert werden.

Persönlich gehe ich davon aus, dass die BROADCASTER dies wenig interessiert. Auf der einen Seite kann ich das verstehen. Das Projekt wurde schon lange gestartet und die BROADCASTER möchten dynamische Werbung verkaufen. Auf der anderen Seite halten die grossen Anbieter beachtliche Entwicklungsteams in Bereitschaft und auch das geht ins Geld. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Entscheid gefällt wird, dass die Branchenvereinbarung am 19. September 2022 deshalb «so oder so» gestartet wird.


Pre-View Alternativer Werbung

Mit der Alternativen Werbung wird das TV-Erlebnis insgesamt – nicht besser! Davon werden die TV Sender der CHMEDIA, RTL und  ProSieben Sat.1 betroffen, die diesen Wahnsinn auch zu verantworten haben.

Der Pre-Roll wird aus einer laufenden Sendung bei einem Wechsel an den Anfang (Startover) oder der Auswahl einer zeitversetzten Sendung (Replay) im EPG-Guide gemäss Branchenvereinbarung ausgelöst. Der Pre-Roll springt sekundengenau an den Anfang der laufenden (Startover) oder zeitversetzten Sendung (Replay). Die zwei Werbetrenner und der 7 Sekunden Werbespot kann man daher in Kauf nehmen, wenn man im Gegenzug sekundengenau am Anfang einer Sendung startet.

 

 

Der Mid-Roll wird aus einer zeitversetzten Sendung innerhalb eines Werbeblocks durch die Vorspultaste ausgelöst und Alternative Werbung wird eingeblendet. Sollten die Sender mit Alternativer Werbung konstant nach einer Stunde im ersten Werbeblock gleich 5 Ads bringen, wird die Branchenvereinbarung vermutlich «ein Flop». Zwei Minuten und 10 Sekunden Werbung sind im Replay-Mode kaum auszuhalten.

 

Der Pausen Ad blendet bis zu 10 Werbespots ohne Ton ein, die rund 66% der Bildfläche einnehmen. Die Einblendung dieser Werbespots stört niemanden wirklich!

 

Es wird sich zeigen, wie viel Taktgefühl die TV Sender mit Alternativer Werbung haben, wenn es um die Einblendung von Alternativer Werbung kommt. Sollten die Werbemacher nicht zu gierig sein – könnte es sogar ein Erfolg werden! Dafür ist aber auch notwendig, dass die Einblendung von 2-3 Ads eher die Regel sind und die Werbemacher nicht ans Limit der max. 130 Sekunden pro Werbespot bzw. max 210 Sekunden pro Stunden gehen. Damit steht und fällt der Erfolg der Alternativen Werbung.


Beitrag zur Branchenvereinbarung-0

Die Umsetzung der Branchenvereinbarung geht in den Endspurt!

Nachdem der Start der Einführung der Alternativen Werbeformen mehrmals verschoben wurde, scheint der Launch am 19. September 2022 zu sein.

Dafür wird am Montag 11. Juli 2022  die BETA-Phase mit Friendly-Benutzern auf der Produktion und mit dem produktiven RAP-Server starten. Geben Sie uns die Abo’s der Teilnehmer an, die wir während der BETA-Phase auf die Branchenvereinbarung umstellen dürfen.

Am Montag 15. August 2022 wird entschieden, ob der Start der Branchenvereinbarung am 19. September 2022 zumutbar ist. Wir gehen davon aus, dass die BROADCASTER nur auf Anträge der Swisscom und UPC/Sunrise eingehen. Sollten Sich die OPERATOREN und BROADCASTER über den Launch am 19. September 2022 einig sein, sollen die OPERATOREN die Kommunikation der Branchenvereinberung mit Ihren Endkunden aufnehmen.

Ab dem 19. September 2022 erwarten die BROADCASTER, dass mit der Einführung der BV sukzessive gestartet wird. Bis zum 21. November 2022 müssen alle Teilnehmer auf den Tarif der Branchenvereinbarung, Basic oder auch Top umgestellt sein. Am 21. November 2022 startet die WM in Katar und von diesem Zeitpunkt (eigentlich bereits zwei Wochen vorher) bis zum 16. Januar 2022 (Jahresende Freeze) befindet sich die gesamte TV-Infrastruktur in einem FREEZE.

Alle Operatoren müssen an den BETA Tests teilnehmen, damit diese dann am 19. September 2022 von den BROADCASTER an der Branchenvereinbarung zugelassen sind. An der Branchenvereinbarung werden zum Launch vom 19. September 2022 die Sender der CHMEDIA, RTL und  ProSieben Sat.1 teilnehmen. Nicht teilnehmen werden die Regionalsender und andere Sender mit einem CH Werbefenster.


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